Die Bahn in der Scheune


Dieter Bertelsmann Stiftung – DBS

 

Die Eisenbahn und das Leben im südlichen Hochschwarzwald in den 30-er Jahren von Freiburg (alter Wiehre
Bahnhof) nach Neustadt und weiter bis Lenzkirch und Bonndorf sind Themen der Modelleisenbahnanlage
im Maßstab H0. Sie ist in 14 Jahren entstanden. Der Zeitraum Mitte der 30-er Jahre entspricht der
Modellbahnepoche II. Gleispläne, Gebäude, Fahrzeuge, Landschaft und Anlagenausstattung sind präzise
darauf abgestimmt. Der Fahrbetrieb wird vorbildgerecht mit Dampf- und elektrischer Traktion durchgeführt,
dafür stehen Modelle verschiedener Modellbahnhersteller zur Verfügung. Die Gebäude wurden nach
aufwändiger und akribischer Recherche konstruiert und im Lasercut-Verfahren hergestellt. Für den
Landschaftsbau zeichnet der Deutsche Meister des Anlagenbaues, Josef Brandl, verantwortlich.


Fahrtage – Programm


Die Fahrtage finden über ein Wochenende als Workshop statt. Der Freitag-Nachmittag beginnt um 16
Uhr mit einer Einführung und dem Erlernen der Regeln des Fahrbetriebes eines Bahnbetriebes und seiner
örtlichen Besonderheiten. Es steht auch Zeit zum Üben zur Verfügung. Der Samstag ist ganz dem Fahren
nach Fahrplan bis 19 Uhr vorbehalten, anschließend gibt es ein gemütliches Beisammensein in einem
benachbarten Gasthaus. Am Sonntag Vormittag wird der Fahrbetrieb fortgesetzt, die Veranstaltung endet
mit einem gemeinsamen Mittagessen eben dort.
Die Teilnehmer können abwechselnd in Funktionen als Fahrdienstleiter, Stellwerker oder Lokführer wirken,
die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschränkt. Zum Leistungsumfang gehören Verpflegung und Getränke
tagsüber sowie das Essen am Samstag und das Mittagessen am Sonntag. Eine Unterkunft kann vermittelt
werden. Einige Unterlagen und ein Zertifikat über die Teilnahme werden ausgegeben. Der Preis für das
Wochenende einschließlich der genannten Leistungen beträgt 249 € incl. MwSt. Verbindliche Anmeldung
ist erforderlich.


Termine


Erster Fahrtag: 15.-17. November 2019


Fahrtage 2020: 20.-22. März / 26.-28. Juni / 4.-6. September / 18.-20. Dezember


Anmeldung per Email unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Veranstaltungen der DBS

 

Die DBS organisiert und veranstaltet verschiedene Veranstaltungen. Von Besuchertagen über Seminare und Wochenend-Veranstaltungen.

 

Hier informieren wir Sie über die aktuellen Veranstaltungen:

 

Besuchertage

 

Fahren nach Fahrplan

Das Leben und die Eisenbahn im Hochschwarzwald

Ein Modell im Zeitfenster von  1934 bis 1936


Die Eisenbahn und das Leben im südlichen Hochschwarzwald in den 30er Jahren (Eisenbahn-Epoche 2), von Freiburg nach Neustadt und von Neustadt nach Bonndorf ist das Thema der Modelleisenbahnanlage im Maßstab 1:87, H0. Diese Modelleisenbahn ist in Offnadingen, einem Ortsteil der Gemeinde Ehrenkirchen, innerhalb von 14 Jahren entstanden. Initiator, Planer, Organisator und Erbauer des Rohbaus ist Dieter Bertelsmann. Die Anlage steht in einer Scheune von 1875 mit einer Grundfläche von  ca 19 x 9 m, auf einer Empore befindet sich das „Bahnhofsbuffet“ mit ca 6 x 9 m Fläche mit Platz für bis zu 18 Personen. Die gestaltete Fläche der Bahn mit Landschaft umfasst ca. 65m².

Planungsbeginn war 2000, das Thema und das Konzept sind im Verlauf von 2 Jahren durch viele Gespräche und Diskussionen mit Freunden und Eisenbahnexperten von einer Phantasieanlage mit Themen  „von der  Nordsee  bis zu den Alpen“ zu einer eng umrissenen Region im südlichen Hochschwarzwald mit einem Zeitfenster von 1934 bis 1936 geschrumpft. Das  Zeitfenster und die Region Hochschwarzwald bestimmten, welche Hersteller von Lokomotiven und Wagen ausgewählt wurden, das sind u.a. die Firmen Roco, Fleischmann, Liliput-Bachmann, Brawa.

Baubeginn war 2002 in der Scheune in Offnadingen. Der Unterbau bzw. Rahmen besteht aus ca. 40 Segmenten von max. 1 x 3 m in sog. offener Rahmenbauweise; auf den Rahmen wurden die Stützen für die Trassenbretter für den Gleisverlauf montiert. Dann folgte die Gleisverlegung auf den Trassenbrettern auf 10 mm Korkbettungen, in den Bahnhöfen auf 10mm Sperrholzplatten. Die Gleise  wurden mit 1 Meter langen Flexgleisen der Firma Tillig realisiert. Die Weichenbausätze sind von der Firma „Modellwerk“, die elektrischen Antriebe von Fa. „Bachmann NMW“, Signale von Fa. „Viessmann“.

Nach  der Fertigstellung der betriebsfähigen Anlage wurde die Anlage zerlegt und die Segmente in 4 Etappen nach Neustadt an der Donau transportiert, wo die Landschaft von Josef Brandl modelliert wurde. Das letzte von 5 Teilen – der alte Wiehrebahnhof in Freiburg - wurde Ende 2015 fertiggestellt.

Die Gebäude wurden von Thomas Oswald  in Lasertechnik aus Karton gefertigt. Jedes Gebäude gibt es heute  als Bausatz zu kaufen (MBZ-Modellbahnzubehör).

Umfangreiche Recherchen waren notwendig, um den Bauzustand, die Ansichten und Funktionen der Gleisanlagen und jedes einzelnen Gebäudes vor 80 Jahren genau zu ermitteln. Dazu gehören auch die Gärten mit ihren Zäunen, Hecken und Mauern, die Straßenbeläge, die Laternen, die Telegrafenmasten, Schilder, Kilometersteine und die Hintergründe. Für die Landschaftsgestaltung mußte Kartenmaterial beschafft werden und Informationen über die damalige Vegetation. Tausende von Fotos wurden gemacht.

Es gibt 3 Betriebsarten:

Die Basis ist eine digitale 2-Leiter DCC-Steuerung mit je einer Uhlenbrock Zentrale und Z21 von Roco. Die Anlage ist derzeit in 4 Boosterbereiche aufgeteilt, Rückmeldebausteine und Schaltdekoder sind von Fa. Littfinski.

  1. Automatische Steuerung mittels PC mit Software von iTrain, bis zu 6 Züge und mehr können gleichzeitig unterwegs sein.
  2. Manuelle Steuerung: die Züge werden mit sog. FRED Handreglern und Loconet (Ringleitung) gefahren, die Weichen u Signale werden von Hand gestellt.      
  3. Fahren nach Fahrplan: die Anlage wird wie bei No 2 manuell gesteuert. Der Betrieb wird nach vom Vorbild abgeleiteten Fahrplänen mit einer Mannschaft von bis zu 16 Personen abgewickelt. Der Fahrplan umfasst einen Tag mit 18 Stunden. In der Modellzeit beträgt die Spielzeit ca 4,5 Stunden.

Das  Besondere an dieser Anlage ist

  • das Zeitfenster von 1934 bis 1936, d.h. die Zeit vor 80 Jahren
  • eine sehr eng am Vorbild orientierte Darstellung der Landschaft der Gleisanlagen, der Gebäude und aller Einzelheiten, einschließlich des rollenden Materials.
  • Mit der Anlage ist ein zu 100% manueller Betrieb möglich, was für ein Betriebskonzept mit der Einbeziehung von Modelleisenbahnern sehr interessant sein könnte (z.B. am Wochenende auf ehrenamtlicher Basis)
  • daß viele Informationen recherchiert wurden über die Entwicklung  der Region und der Eisenbahn und viele „Geschichten“, welche die damaligen Gegebenheiten und Lebensumstände illustrieren. Viele der ca. 300 „Modellfiguren“ auf der Anlage sind mit  Namen bekannt. Diese „Geschichten“ könnten per „Audioguide“ vermittelt werden

So ist  hier ein Stück Eisenbahngeschichte entstanden und jeweils auch  ein Stück Dorf- und Stadtgeschichte der Gemeinden Freiburg, Neustadt, Lenzkirch und Bonndorf.

Im Gegensatz zu bekannten, zum Teil viel größeren Modellbahnanlagen, die sich mit Superlativen betr. die Anzahl der Züge, der Gebäude und  der Autos und sogar von Flugzeugen gegenseitig übertrumpfen, strahlt diese Anlage Ruhe und Beschaulichkeit aus und schafft tiefe Einblicke in das Leben der  30er Jahre,  wo es mehr Pferdefuhrwerke als Autos gab und die Bahn bis in die kleinsten Nebenbahnstationen praktisch alles transportierte, was die Menschen brauchten.

Es gibt bisher insgesamt 4 jeweils ca. 70 Seiten starke Hefte von „Eisenbahnjournal“ (Verlagsgruppe Bahn), in welchen nur diese Anlage und  die einzelnen Bauabschnitte detailliert beschrieben sind. In YouTube gibt  ein Video über  die Anlage https://www.youtube.com/watch?v=CuC_LPDG6uw hergestellt  von einem Freund aus  Indien und mir.

 Text von Dieter Bertelsmann

 

Einrichtung

der

Dieter Bertelsmann Stiftung

Die Bahn in der Scheune (DBS)

 

 

 

Ausschließlicher und unmittelbarer Zweck dieser Stiftung ist die Förderung

  • der Kunst und Kultur
  • der Heimatpflege und -kunde
  • der Denkmalpflege sowie
  • des Modelleisenbahnbaus

 

Dieser Stiftungszweck wird inbesondere verwirklicht durch

  • die Kooperation und Vernetzung mit Organisationen und Initiativen, die ähnliche Zielsetzungen verfolgen
  • die Ausrichtung von Informations- und Bildungsveranstaltungen sowie von (dauerhaften) Ausstellungen zur Förderung des Modelleisenbahnbaus
  • die Realisierung und Unterstützung von Maßnahmen und Projekten, welche den Erhalt des Modelleisenbahnbaus dienen
  • den Erhalt, Ausbau und Betrieb der vom Stifter Dieter Bertelsmann  präzise und vorbildgenau erbauten Modelleisenbahn, der sog. "Höllentalbahn" vom Bahnhof Freiburg-Wiehre in den Hochschwarzwald in den 1930er-Jahren mit allen Gegebenheiten und Lebensgewohnheiten dieser Zeit
  • Wissensvermittlung und Bildungsveranstaltungen zur Vermittlung dessen, wie das Leben im Hochschwarzwald in den 1930er-Jahren aussah.